Die Xen Implementierung in OpenSolaris nennt sich aus markenrechtlichen Gründen xVM und wird standardmäßig mitgeliefert. Die Installation erfolgt über das Paketmanagement:
pkg install SUNWxvm SUNWxvmdom SUNWxvmhvm SUNWxvmipa SUNWxvmpv xvm xvm-gui SUNWlibvirt SUNWvirt-manager SUNWvirtinst
Nach Abschluss der Installation sollte man folgende Dienste aktivieren (svcadm enable dienst):
online 11:10:27 svc:/system/xvm/vnc-config:default
online 11:39:10 svc:/system/xvm/store:default
online 11:39:11 svc:/system/xvm/xend:default
online 11:39:12 svc:/system/xvm/console:default
online 11:39:12 svc:/system/xvm/domains:default
online 11:55:04 svc:/system/xvm/virtd:default
Jetzt noch einen zusätzlichen Eintrag im grub Menü erstellen, damit der Hypevisor auch vor dem OpenSolaris Kernel geladen wird. Hier zu sollte folgender Eintrag zu /rpool/boot/grub/menu.lst hinzugefügt werden (In meinem Beispiel liegt das System auf dem zpool rpool):
title OpenSolaris 2009.06 xVM
findroot (pool_rpool,0,a)
bootfs rpool/ROOT/opensolaris
splashimage /boot/solaris.xpm
foreground d25f00
background 115d93
kernel$ /boot/$ISADIR/xen.gz
module$ /platform/i86xpv/kernel/$ISADIR/unix /platform/i86xpv/kernel/$ISADIR/unix -B $ZFS-BOOTFS,console=graphics
module$ /platform/i86pc/$ISADIR/boot_archive
Nach einem Reboot in OpenSolaris 2009.06 xVM sollte nun die Virtualisierungsumgebung bereit sein. Dies sieht man am schnellsten über virsh list. Hier sollte zumindestens so etwas zurückgegeben werden:
Id Name State
----------------------------------
0 Domain-0 running
Andernfalls ist wahrscheinlich etwas schief gelaufen. Debugging Informationen gibt es in
/var/svc/log/*xvm*
/var/log/xen/
Jetzt kann man sich einen ZFS Poo erstellen, wenn gewünscht, (zpool create xvmpool raidz2 c7t0d0 c7t1d0 c7t2d0 c7t3d0 c7t4d0) und darin Volumes für die VMs einrichten (zfs create -V 10G xvmpool/domain). Diese stehen dann unter /dev/zvol/dsk/xvmpool/domain zur Verfügung. VMs lassen sich jetzt z.B. per virt-manager oder virt-install installieren. Hierbei ist das jeweilige zvol als file anzugeben. Falls man bereits vorhandene (Xen) VMs hat, kann man diese z.B. per cat domainimage > /dev/zvol/rdsk/xvmpool/domain importieren. Auch das ggf. vorhandene Xen Configfile lässt sich per xm create domainconfig importieren. Da allerdings einige Anpassungen notwendig sind und man xVM lieber über virsh steuern möchte, empfiehlt es sich gleich das XML Format von virsh zu nutzen. Ich poste hier mal eine Config für ein paravirtualisiertes Ubuntu, welches als Vorlage genutzt werden kann:
<domain type='xen'>
<name>ubuntu</name>
<bootloader>/usr/lib/xen/bin/pygrub</bootloader>
<os>
<type>linux</type>
</os>
<memory>262144</memory>
<vcpu>1</vcpu>
<on_poweroff>destroy</on_poweroff>
<on_reboot>restart</on_reboot>
<on_crash>restart</on_crash>
<clock offset='utc'/>
<devices>
<interface type='bridge'>
<source bridge='rge0'/>
<script path='vif-vnic'/>
</interface>
<disk type='block' device='disk'>
<driver name='phy'/>
<source dev='/dev/zvol/dsk/xvmpool/ubuntu'/>
<target dev='hda'/>
</disk>
<console tty='/dev/pts/7'/>
</devices>
</domain>
Das ganze als z.B. ubuntu.xml speichern, via virsh define ubuntu.xml importieren, mit virsh start ubuntu starten und über virt-console ubuntu beim booten zuschauen.
Neue VMs habe ich einfach voll virtualisiert installiert und dann innerhalb der VM einen Xen Kernel installiert. Bei ubuntu muss man aufpassen, dass ein update-grub in der Vollvirtualisierung keinen Grub Eintrag für den Xen Kernel erzeugt. Diesen muss man händisch zur /boot/grub/menu.lst hinzufügen und als default Kernel einrichten. Anschließend kann man die Config per virsh dumpxml domain > domain.xml exportieren, anhand obiger Beispielconfig anpassen und per virsh define domain.xml wieder importieren.
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Glücklicherweise gibt es Nagios Plugins und den nrpe Daemon für das Monitoring im contrib Repository. Hier gibt es Pakete die von der Community bereitgestellt werden und einen Prüfprozess durchlaufen haben. Das contrib Repository lässt sich wie folgt zusätzlich zum normalen Repository nutzen:
pkg set-authority -O http://pkg.opensolaris.org/contrib/ contrib
Nun installiert pkg install nrpe nagios-plugins die binaries des nrpe daemon und der Nagios Plugins. Die Files liegen unter /usr/nagios/. Jetzt noch /usr/nagios/etc/nrpe.cfg anpassen und ggf. noch einen User und eine Gruppe für den nrpe daemon anlegen und wir sind fasst fertig. Ich habe einen Blog Eintrag gefunden, der beschreibt, wie man den nrpe daemon unter SMF zum laufen bekommt. Hierzu http://blogs.digitar.com/media/2/nrpe_smf.zip runterladen, entpacken, in das neue Verzeichniss wechseln und noch etwas die Pfade in ./manifest/nagios-nrpe.xml und ./method/nagios-nrpe anpassen. Jetzt kann man via
# cp ./manifest/nagios-nrpe.xml /var/svc/manifest/network/
# cp ./method/nagios-nrpe /lib/svc/method/
# svccfg import /var/svc/manifest/network/nagios-nrpe.xml
# chmod +x /lib/svc/method/nagios-nrpe
den SMF Dienst installieren. Ist alles gut gegangen startet ein svcadm enable nrpe den nrpe Dienst. Falls was schief gegangen ist kann man in /var/svc/log/network-nagios-nrpe:default.log nachschauen welche Fehlermeldung ausgegeben wird.
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Die Standardinstallation von OpenSolaris benötigt ca. 3 GB Platz und bringt viel Zeug mit was kein Mensch auf einem Server braucht. Unter anderem Gnome, Firefox, Evolution uvm. Leider kann man mit dem GUI Installer auf der Live CD nicht auswählen was man denn installieren möchte. Allerdings gibt es ein Script von Mark Johnson, welches hier hilft. Man bootet den Rechner von der Live CD. Hier reicht es in die Text Konsole zu booten (Login: jack/jack, root/opensolaris) und das Script per wget http://blogs.sun.com/mrj/resource/slim-guest-installer;chmod +x slim-guest-installer runterzuladen. Falls man auf USB Sticks installieren möchte muss man das Script noch etwas anpassen, damit diese auch für die Installation zur Verfügung stehen: vi slim-guest-installer +74. Ersetze ['/usr/sbin/format'] durch ['/usr/sbin/format', '-e'], nun werden vom Script auch USB Sticks gefunden. Jetzt kann man per ./slim-guest-installer die Installation starten. Festplatte oder USB Stick auswählen und los gehts. Allerdings wird OpenSolaris tatsächlich sehr sliminstalliert. So fehlen in der Installation ggf. Treiber für Netzwerk und SATA Platten. SSH oder nen vi gibt es auch erst mal nicht. Daher sollte man Nach Abschluss des Scripts gleich die notwendigen Pakete nachinstallieren. Zuerst muss man das Verzeichnis herausfinden, wo die neue Installation gemountet wurde. Hier hilft ein einfaches mount. Anschließend kann man die Pakete per
/bin/pkg -R install \
SUNWrge \
SUNWsshd \
SUNWssh \
SUNWsshcu \
SUNWvim \
SUNWahc
nach installieren. Nun noch ein reboot und schon kann man sich in seinem Minimal-OpenSolaris einloggen. Die Netzwerkkonfiguration muss nun noch manuell erledigt werden. Ich empfehle erst mal SSH an den Start zu bekommen und dann den Rest remote zu machen. Erst mal braucht es eine IP: ifconfig rge0 plumb 192.168.1.2/24 up. In meinem Fall fehlten noch die SSH-Keys für den Host. Diese habe ich per
ssh-keygen -t dsa -f /etc/ssh/ssh_host_dsa_key -N "" -C ""
ssh-keygen -t rsa -f /etc/ssh/ssh_host_rsa_key -N "" -C ""
nachinstalliert. Danach svcadm enable ssh und einloggen per ssh sollte möglich sein. Jetzt muss man noch die Netzwerkkonfiguration nach der alten Methode gemacht werden. Ich gehe hier nicht weiter darauf ein. Nur ein paar Files die angepasst werden müssen gebe ich hier an:
/etc/hostname.rge0
/etc/netmasks
/etc/hosts
/etc/nsswitch.conf
/etc/resolv.conf
/etc/defaultrouter
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Booten von Festplatten? Warum eigentlich? Wenn ich meine 5x 500GB Platten zu einem großen Array zusammenbauen möchte, kann ich nicht davon booten. Außerdem braucht es für ein Betriebssystem ja nicht so viel Platz. Also: Zwei 8 GB USB Sticks gekauft, einen Mirror (RAID-1) drüber gemacht und davon gebootet. Los gehts:
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Aktuell experimentiere ich mit OpenSolaris herum. Heute: Updates. Updates für z.B. Solaris 10 sind ja ziemlich übel. Man muss sich erst mal ein Programm aus dem Internet ziehen und damit kann man dann Updates machen. Dieses Manko wurde bei OpenSolaris behoben. Es gibt keine Patches, sondern nur neue Paketversionen, wie es z.B. auch Debian macht. Das Tool der Wahl ist pkg. Allerdings arbeitet OpenSolaris dann ZFS hier ziemlich intelligent. Aktualisiert man sein Betriebssystem mit pkg image-update -v werden die aktuellen Paketversionen installiert. Nach Abschluss erhält man folgende Meldung:
Ein Klon von opensolaris existiert und ist aktualisiert und aktiviert worden.
Beim nächsten Start wird die Startumgebung opensolaris-1 auf '/' geladen.
Starten Sie neu, wenn Sie zum Wechsel auf diese aktualisierte SU bereit sind.
Möglicherweise funktioniert ein reboot nun erst mal nicht. Hintergrund: OpenSolaris klont die aktuelle Boot Umgebung per Snapshot und installiert die Patches nur in diesem Klon. Dadurch kann man bei Problemen immer wieder in den alten Zustand vor der Aktualisierung zurückkehren. Der Klon verbraucht auch nur Speicherplatz für die Änderungen gegenüber der alten Version. Im Grub gibt es einen neuen Eintrag, welcher standardmäßig ausgewählt wird. Falls sich dieser nicht booten läßt sollte man den Eintrag händisch auswählen, der vor dem patchen gebootet wurde. Dann hilft es sich mit beadm list alle Boot Umgebungen anzuzeigen und die neu erstelle mit beadm mount /mnt in das System einzubinden. Anschließend braucht es noch /mnt/boot/solaris/bin/update_grub -R /mnt um grub auf der neuen Umgebung zu installieren. Funktioniert die neue Boot Umgebung problemlos, kann man die alte(n) mit beadm destroy wieder löschen.
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