Bei besonders kritischen Services reicht es nicht aus eine Mail als Alarm zu erhalten. Ein Telefonanruf ist hier deutlich besser geeignet. Sein Handy hat man immer dabei und via Tonwahl lassen sich ggf. gleich Aktionen im Nagios ausführen (ACKNOWLEDGE, disable notficications). Eine kurze Internetrecherche hat mich zu einer Lösung von Netways zu diesem Problem geführt. Die dort beschriebene Lösung habe ich dann noch etwas angepasst, so dass die Anrufe von Asterisk über SIP an eine beliebige Telefonnumer geschickt werden. Hierzu rufe ich das Perlscipt call.pl wie folgt auf:
/usr/bin/printf "%b" "$MESSAGE" | /usr/lib/nagios/contrib/nagios2asterisk/call.pl -n $CONTACTPAGER -c 110 -C "SIP/$CONTACTPAGER@sipgate-out"
Im Asterisk ist unter sipgate-out die Verbindung zu meinem VoIP Provider (in diesem Falle sipgate) definiert. In $CONTACTPAGER steht die anzurufende Telefonnummer und in $MESSAGE die vorzulesende Nachricht. Damit die Alarme vom Nagios etwas besser verständlich werden, habe ich um das ganze noch ein wrapper script drum rum gebaut. Dieses schickt dann in Abhängigkeit vom Nagios Alarmtyp unterschiedliche Nachrichten ans Telefon. Zu den verwendeten Text2Voice Tools (MBROLA, TXT2PHO) gibt es auch einige Anmerkungen: Damit die MBROLA Binaries auf meinem Ubuntu x64 System laufen, musste ich erst noch (auch bei der x64 Version von MBROLA) das Paket libc6-i386 installieren. Ein . (Punkt) im vorzulesenden Text erzeugt eine Pause. Dieses Element sollte man durchaus nutzen um die Nachrichten verständlicher zu gestalten. Ich nutze zum Vorlesen die Stimme de5, da ich diese für am verständlichsten halte.
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Ich stellte schlechte OpenVPN Performance über ein 100MBit Netzwerk fest. Von meinem Macbook aus erreichte ich via Tunnelblick nur ca. 10 MBit auf einen Linux Server. Nach längeren Tests stellte es sich heraus, dass ein Schwenk auf TCP anstatt von UDP das Problem beseitigt und ich annähernd 100 MBit über den Tunnel übertragen kann. Keine Ahnung, ob das nur in meiner Konfiguration der Fall, ein generelles Problem oder nur bei den Messungen via iperf der Fall ist.
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Da ich seit einigen Tagen Besitzer eines Alix 6B2 mit Geode CPU bin, musste natürlich auch die Hardware AES Beschleunigung dieser Plattform ausgenutzt werden. Um das ganze unter Linux zum laufen zu bekommen, ist etwas patching nötig. Unter diversen *BSD Varianten funktioniert das wohl “out of the box”. Es braucht einen Linux Kernel mit geode-aes support und den Cryptodev Patches. Ich habe die OCF Impelementierung und einen Standard 2.6.26.2 Kernel genutzt. Im Archiv ocf-linux-20080704.tar.gz gibt es ein Unterverzeichniss ocf welches nach linux-2.6.26.2/crypto/ocf kopiert werden möchte. Anschließend habe ich den Kernel patch angewendet: linux-2.6.26.2 $ patch -p0 < ../ocf-linux-26-20080704.patch. Laut einem Mailinglisten Eintrag auf der OCF Liste brauchts noch einen Patch für 2.6.26er kernel. Diesen habe ebenfalls eingespielt: linux-2.6.26.2 $ patch -p0 < ../ocf-2.6.26.patch. Nun kann man normal via make menuconfig seinen Kernel konfigurieren. Für crypdodev support auf Geode sind folgende Einstellungen nötig:
CONFIG_OCF_OCF=m
CONFIG_OCF_CRYPTODEV=m
CONFIG_OCF_CRYPTOSOFT=m
CONFIG_CRYPTO_DEV_GEODE=m
Sobald der Kernel gebootet ist, sollte man die Module geode-aes, ocf, cryptodev und cryptosoft laden können und über die cryptotools erste Tests (z.B. cryptotest 100 4096) machen können. Damit nun auch Anwendungen wie z.B. OpenVPN von der Hardwareunterstützung profitieren können, muss openssl gepatcht werden. Ich habe hierzu das Source Paket von openssl aus dem kommenden Debian lenny verwendet, gepatcht und installiert:
# apt-get --default-release=lenny source openssl
# cd openssl-0.9.8g/
openssl-0.9.8g # patch -p0 < ../ocf-linux-20080704/openssl-0.9.8g.patch
openssl-0.9.8g # vi debian/rules
[...]
CONFARGS = --with-cryptodev --prefix=/usr --openssldir=/usr/lib/ssl no-idea no-mdc2 no-rc5 zlib enable-tlsext
[...]
"debian/rules" 173L, 6720C geschrieben
openssl-0.9.8g # dpkg-buildpackage -rfakeroot -uc -b
Sobald die gepatchte openssl Version installiert ist kann man via openssl engine prüfen ob crpytodev Support gegeben ist. Falls ja trägt man noch
cipher AES-128-CBC
engine cryptodev
in seine OpenVPN Config ein und kann von der Hardware Beschleunigung profitieren.
Folgendes Howto hat sehr weitergeholfen:
http://www.docunext.com/wiki/My_Notes_on_Patching_2.6.22_with_OCF
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Geschrieben von floek in HowTo, Linux & Co.
Also wie bekomme ich Mediawiki und Torrentflux, natürlich zusätzlich zur NAS Funktion mittels Samba und NFS, auf einen Slug? Vorweg schonmal die gute Nachricht: Es geht! Das Problem ist weniger der 266 MHz. ARM Prozessor, den der Linksys NSLU2 hat, sondern vielmehr die 32 MB RAM. Im Debian Etch für ARM gibt es zwar alles was das Herz begehrt, aber ein simples apt-get -s install mediawiki mysql-server apache2 php5 installiert zwar die passende Software, diese ist aber leider bei weitem nicht auf die beschränkten Hardwareverhältnisse eines Slug optimiert. Ich habe mir also die Mühe gemacht die Software auf so wenig wie möglich Resssourcenverbrauch zu trimmen. Los gehts…. Den Rest des Eintrages lesen »
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Lange hat die Lösung ja nicht gehalten. Nachdem jemand spontan meinen Mac Mini G4 haben wollte, musste ich in einer Blitzaktion meine Daten umziehen. Glücklicherweise hatte ich mir in weißer Vorraussicht bereits einen Linksys NSLU2 “SLUG” gekauft.
Also erst mal schnell das IMAP Postfach per imapsync auf gmail hochgeladen. Ja ich weiß wer will den der Datenkrake Google noch freiwillig seine Daten geben, aber es war nunmal der einzige Freemailanbieter mit IMAP Unterstützung. Außerdem Wissen die doch eh schon alles über mich ;-). Dann noch Debian Etch auf den Slug installiert und zwei Onnto USB RAID Gehäuse angeschlossen und den Mac Mini verkauft. Jetzt fehlte mir aber halt noch ein bisschen Funktionalität:
samba
NFS Server
MediaWiki
Torrentflux
MythTV
MythTV war relativ schnell durch Elgato EyeTV ersetzt. Jetzt kommt meine Lizenz hier endlich mal richtig zu Ehren! Die restlichen Punkte erforderten etwas Arbeit, aber letztlich habe ich alles auf meinen Slug gequetscht! Mehr dazu im Howto.
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